Als Fotograf erlebe ich immer wieder kurzfristige Eindrücke in einer Stadt und ich frage mich oft, was sind die Bilder einer Stadt. Gibt es gleiche Bilder in unterschiedlichen Städten. Oft fallen mir dabei die Menschen auf, die in und für die Stadt arbeiten. Diese bilden oftmals das gleiche Erscheinungsbild obwohl sie so individuell sind. Eine ganz besondere Berufsgruppe erscheint dabei sehr exponiert. Wir hören Sie oft, sehen sie selten und wenn dann helfend in schwierigen Situationen. Aber wir kennen die Menschen in ihren schweren Uniformen mit Atemmaske nicht, obwohl wir das größte Vertrauen zu ihnen haben. Wir würden jedem unser Kind anvertrauen. Wo arbeiten diese Menschen, die doch jeder Stadt ihr Bild geben und dafür sorgen das Leben der Bürger sicherer zu machen.

Fotografie benötigt Zeit und viel Empathie um sich einem Thema zu nähern. In der heutigen Berufsfotografie ist Zeit immer knapper und Projekte werden extrem durchgeplant um sie zu meistern. Ich möchte mit diesem Projekt das genaue Gegenteil zeigen. Ich möchte mich langsam annähern und dabei sein - 24 Stunden lang. So lang wie ein Arbeitstag der Feuerwehrmänner von Erfurt.

Dabei soll das Leben und Arbeiten, die Rückkehr und das Warten auf den nächsten Hilferuf innerhalb der Feuerwache Erfurt gezeigt und portraitiert werden. Von 7:00 Uhr bis zum nächsten Tag um 7:00 Uhr. Sehr zurückhaltend mit nur einer Leica-Kamera und einem manuellem 35mm-Objektiv möchte ich den Bürgern der Stadt ein Bild von einem verborgenen Arbeitsbereich und den Menschen, die ihr Leben für uns einsetzen zeigen.